Der seit Jahren verlustbehaftete Pay TV Sender Sky ging aus dem ehemaligen Pay TV Sender Premiere hervor. Im Jahre 2009 wurde Premiere von Mediengiganten Rupert Murdoch gekauft, der Name in den internationalen Markennamen Sky geändert. In der Geschichte des PAY TV Senders gab es bisher nur ein Geschäftsjahr, das nicht mit Verlust abgeschlossen wurde. Dieses war im Jahre 2005, im gleichen Jahr ging Premiere erstmals an die Börse. Davor hat Premiere (damals Premiere World) in großem Ausmaß zur Insolvenz der Kirch Gruppe beigetragen.
Was Pay TV bedeutet
Seit dieser Zeit wurde die Führungsriege immer wieder ausgetauscht, die Verluste summierten sich allerdings weiter. Eine Einkehr in die Gewinnzone ist derzeit nicht in Sicht. Stattdessen musste der Mutterkonzern, die heutige Rupert Murdoch Gruppe laufend neue Einlagen erbringen, um den Pay TV Sender am Leben zu erhalten. Die letzte millionenschwere Einlage ist in diesem Jahr erfolgt. Pay TV bedeutet, dass es sich um einen reinen Bezahlsender handelt. Bei Sky Pay TV besagt dieses, er bietet seinen Abonnenten eine Plattform mit unterschiedlichen Angeboten und Informationen, bestehend aus Kinofilmen, Neuheiten, Wissensberichten und Gleichwertigem. Hochwertiger Inhalt beziehungsweise die Erstausstrahlung von Kinofilmen und bietet dem Kunden damit einen bevorzugten Film- und Unterhaltungsgenuss. Dieses betraf auch die Sportrechte, die sich der Sender an den Fußball Übertragungsrechten gesichert hatte, mittlerweile aber durch ein Gerichtsurteil fraglich erscheint. Die gebotenen Inhalte werden überwiegend durch die Sky Gruppe exklusiv für den Abonnenten gekauft. Ohne Decoder und Verschlüsselungskarte kann ein Empfang nicht stattfinden, dieses bedeutet für den Abonnenten den Zugang zu einem exklusiven Angebot.
Finanzierungsmodelle von Sky Pay TV
Der Sky Pay TV Sender finanziert sich derzeit, sehr zum Argwohn der Muttergesellschaft, über zwei Quellen. Zu einem sind da die ständig notwendigen neuen Einlagen durch die Muttergesellschaft zu nennen. Sky TV und auch die Vorgänger Premiere waren beziehungsweise sind bislang immer Verlustbringer geblieben. Sky hat es in Deutschland nie geschafft auch nur eine annähernde und ausreichende Zahl von Abonnenten zu werben, die notwendig wären, um ohne Verlust arbeiten zu können. Und das ist auch die bereits zweite Finanzierungsform.- Sky Pay TV sollte sich immer nur durch seine Abonnenten finanzieren. Im Klartext bedeutet das, dass Sky Pay TV über eine ausreichende Anzahl von festen Abonnenten verfügen müssten, die bereit sind jeden Monat einen festen Betrag für die von Sky Pay TV zur Verfügung gestellten Leistungen zu erbringen. Zwar konnte das Unternehmen einen Umsatz von 236,10 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2010 ausweisen, der Verlust lag allerdings bei 82 Millionen Euro. Um Gewinne verzeichnen zu können, müsste der Sender nach eigenen Angaben mindestens drei Millionen Abonnenten in Deutschland verfügen. Diese Zahl erscheint allerdings utopisch und ist ohne festes und durchsetzbares Konzept kaum zu erreichen. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal zwar über 120.000 neue Verträge abschließen, allerdings kündigten ebenso viele ihre bis dahin laufenden Verträge. Vor vielen Jahren wurde durch den damaligen Premiere Chef noch eine zu erreichende Zahl von 10 Millionen (festen) Abonnenten prognostiziert. Betrachtet man heute die 2.4 Millionen, ist eine Änderung derzeitigen nicht in Sicht.
Bild von: Andreas Wolf: Fotolia

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